Willkommen in meiner ruhigen Praxis für Erkrankungen am Muskelskelett

Sie können den Arm kaum heben? Das Bein wird taub und kribbelt? Auf jeder Treppe meldet sich das Knie? Keine Tablette hilft dem Schwindel?

 

Lassen Sie sich nicht beirren,
die meisten orthopädischen Probleme sind noch keine. Bei mehr als 80% der Beschwerden im Muskelskelett sind nirgendwo körperliche Auslöser im Gelenk, in Nerven oder an Muskeln nachweisbar. Die Wahrscheinlichkeit, dass der radiologische Befund nicht passt, ist ebenso hoch. Zwar bildet im Ernstfall die jederzeit zur Verfügung stehende Medizintechnik das Muskelskelett punktgenau schwarz auf weiß, sein Sensorium, wie es uns betrifft, jedoch für gewöhnlich nicht hinreichend lebensnah ab, Ist ein Vorfall stumm, kann die physikalische Diagnose weg. 

Während meiner langen Tätigkeit als Gelenkchirurg in der Klinik, als leitender Sportmediziner in den Reha-Zentren, sowie als Unfallarzt und Orthopäde vor Ort, hat sich das Verständnis von Schmerz am Muskelskelett enorm geändert. Es braucht seine Zeit, bis man das Dickicht zwischen Arthrose, Arthritis, Abwehr und Anpassung durchdringt. Auch für Fachleute die ihr Handwerk fachübergreifend verstehen, ist es schwierig die motorisch-sensorische Bewegungsarbeit von den vegetativ-reflektorischen Schutzmechanismen am Muskel-Faszien-Gerüst zu trennen. Meist liegt der Knochen im Zentrum von Gewebestress, daher der Ruf nach Osteopathie.
Die Ausbildung zum osteopathischen Arzt  nach amerikanischem Vorbild ( DAAO.info) geht weit über das eingeschränkte Gelenkspiel hinaus. Bereits vor hundert Jahren wurde dort erkannt, dass die Behandlung von Störungen in der Funktion ( verklemmte Gesundheit ) ebenso einer ärztlich fundierten Ausbildung bedarf, wie die Reparatur von Defekten in der Struktur ( manifeste Krankheit ).

 

Viele Gelenke
sind tatsächlich nicht mehr so frei beweglich wie zuvor, aber noch völlig intakt. Nur durch erregte Nerven, gehemmte Muskeln, saures Bindegewebe und falsche Vorstellungen asymmetrisch verzogen, verdichtet, verklebt und schließlich versteift.
Einige spüren sich selbst und ihre Hemmungen erst in Beschleunigung oder Erschöpfung. Andere haben von vornherein eingesehen, dass der Körper nicht nur zum Essen, Trinken und Stärken von Muskeln dient, sondern sein Schicksal in sich hat. Rückenblockaden, Gelenksteife, Muskelmüdigkeit und Gewebebarrieren, die sich in Ruhe einfach nicht gut anfühlen, sind unzertrennlich mit reizenden Lebensgeschichten verbunden. Davon gibt es so viele, wie es Augenblicke gibt.
Aus dieser Einsicht findet alles, was Menschen sonst noch so in ihrer Einheit aus Nervenkostüm, Hormonorchester, Mikrobenzoo und Immunabwehr mit Selbstbewusstsein betreiben, seine Austragungsform im Muskelskelett. Dort, wo der Zufall stark wirkt und entzündliche Gewebestörungen erscheinen, die durch das autonome Nervensystem  vermittelt werden. Man muss sich von sich so einiges gefallen lassen.

 


Das Bild ist bunt.
Viele Befunde muss man nicht ändern, sondern nur mit anderen Augen sehen. Nach herrschender Auffassung folgen orthopädische Beschwerden gern dem mechanischen Körperbild von einem Bewegungsapparat von mit Organen darin, der hauptsächlich von Muskeln geführt. Welche, neben genetisch oder altersbedingten Verschleiss, im modernen Lebensstil mit mangelhaften oder monotonen Bewegungen, aber auch nach ungeschickten Fehltritten bei Arbeit, Sport und Spiel, ständig überlastet sind.
Tatsächlich arbeiten die Skelett-Muskeln langsam, logisch, bewusst, rückkoppelnd und berechnend. Wenn man will und nicht gerade schläft, ausgelastet, erschöpft oder verwirrt ist. Andererseits verkörpert sich schnell mancher Schrecken, wie von selbst reflexartig und unbewusst im Muskelskelett. Dem gesamten Bindegewebs-Gerüst werden wichtige Aufgaben, sowohl für die Integration der motorischen Bewegung  im Raum, als auch die vorsorglich sichernde Schonhaltung nach Schadreizen  zugeschrieben.

Neben mechanischem  Druck und ruckartigem Zug entwickeln feine Entzündungen und grobe Infekte (biochemisch), sogar heiße und kalte Luft (thermisch) den typisch wandernden Gewebeschmerz. Der grundlegend neue Aspekt, dass eine Gelenkblockade nicht notwendig aus einer Schädigung des Gelenks entsteht, sondern das Resultat einer reflektorischen Signalverarbeitung auf Rückenmarksebene ist, wird von der Schmerzforschung schon lange erklärt.
Aufgeklärte Leute betrachten gereizte Gelenke deshalb nicht mehr isoliert, sondern als Teil einer komplexen Nerven-Gefäß-Muskel-Faszien-Bänder-Kapsel-Organ-Funktion. Schon die normale Kraftübertragung passiert nicht nur über Sehnen, Bänder und Kapseln an das Gelenk, sondern auch lückenlos zwischen bindegewebigen Segmenten sowie quer zu gegenläufig arbeitenden Muskelsträngen. Ihre Faszienspannung kann benachbarte Bänder und Gelenkkapseln verstärken, schädlichen Zug oder Druck auslösen und damit die Schmerzchemie an den feinen Nervenenden aktivieren. Faszien sind Teil des Bindegewebes, liegen einerseits wie ein Neopren-Anzug oberflächlich unter der Haut, bilden andererseits spannende Brücken zwischen den Gelenken und verbinden Muskeln und Organe durch feine Hüllen. Besonders zart an den Grenzen der Organe, besonders derb an den Übergängen zu Knochen. Ihr seltsames Stellungsspiel ist noch ungeklärt. In jedem Fall kann der gestörte Spannungszug die Ursache und Folge von Schmerzverhalten zugleich sein. 
Die Irrwege der Vergangenheit, mit übermäßiger Betonung der Gefüge am Ende einer Kaskade ( von Atlas bis Zwerchfell, von Kreuzdarmbein- bis Kiefergelenk, von Faszie bis Fersensporn, von Schleimbeutel bis Tennisarm, von Bandscheibe bis Bandlockerung, von Muskelschwäche bis Gelenkverschleiss ) müssen wir nicht noch einmal gehen. Wer immer noch meint, Schmerz sei Bitten der Muskelzelle um reine Kraft, wird abgeholt. 

 

Gesundheit
merkt man erst, wenn sie fehlt. Man kann sie nicht bemerken, weil man sie immer vor Augen hat. Wenn es eng wird oder der Antrieb zwischen den Fingern zerrinnt, sind die einfachsten Beziehungen zwar offensichtlich, aber oft die, die am schwersten zu erkennen und vermitteln sind.
Um nicht da einzugreifen, wo es weh tut, sondern dort, wo es hakt, braucht es das Gefühl. Man kann aber nicht einfach nur hingehen und irgendwelche Manipulationen am Gewebe vornehmen. Um Schmerzverabeitung und Schmerzempfindung getrennt zu verstehen, braucht es auch Vernunft. Inwischen ist hier bei uns die neuro-biologische Natur des Schmerzverhaltens grundlegend erforscht und zentral auf die Zellen im Rückenmark und Gehirn verortet. Wer irgendwie erregt ist, wird auch irgendwo gehemmt. Nach diesem Ausgleich strebt jede Form bekannter Energie.  Die Hirnforschung sagt uns zwar, dass auf den Nervenbahnen warnende Signale ein und ausgehen, die Veränderungen an den Organgeweben verursachen, kann aber nicht erklären, was davon unangenehm empfunden wird oder nicht. Denn das Gehirn ( Organismus ) ist nicht das Selbst ( Bewusstsein ). Die Hirnzellen kennen gar keine Muskeln, nur Bewegungen. Zudem macht ein Gehirn nur das, was es kennt und nicht das, was man wünscht und dazu addiert. Für den mentalen Aspekt bietet die neue Wissenschaft von Gedächtnis, Musterbildung und Lernen inzwischen plausible Erklärungen, sowohl für die Wahrnehmung als auch für gesteigertes Empfinden an.

Gefangen
in unserer Fähigkeit zur Hemmung, führt das Muskelskelett oft ein sinnloses Eigenleben. Alltägliche Ereignisse, instinktive Triebe und mentale Überlast,  mit stressigem Durchhalten oder ängstlicher Vermeidung,  beschäftigen dauernd unsere Abwehrmechanismen. Bei jeder tatsächlichen oder vermeintlichen Bedrohung werden ähnliche Ereignisse automatisch verarbeitet, alte Gewohnheiten unbewusst in Gang setzt und einzelne Glieder ruckzug aus der Gefahrenzone geholt. Ist räumlich ein Schwellenwert erreicht, löst die grosse Reizwelle eine Schutzantwort im Muskelskelett aus. Auch kleine Impulse hintereinander summieren sich zu einer Reizflut, die alte Schäden aufbricht und mitreisst. 
Lautlos, aber mit beiden Armen des autonomen Nervensystems gut vernetzt, versucht der Organismus ständig, Störungen im inneren Fliessgleichgewicht zu vermitteln und durch gegenläufige Reaktionen bestmöglichst auszugleichen. Oft entsteht ein spürbarer Bewegungsverlust als Ausdruck vergeblicher Bemühungen.

 

 

 

Jede  Überlast 
reguliert sich mit der Zeit von selbst, wenn alles im Lot ist, die Nerven freie Bahn haben und Flüssigkeiten nicht gestaut werden. Dann geht der Körper seinen gewöhnlichen Weg. Doch immer häufiger erholt sich die Form nicht von selbst, sondern ist auf fremde Botschaften angewiesen.

Im akuten Fall
läßt sich die Schmerzchemie  mit bewährten Mitteln aus dem Supermarkt der modernen Biomedizin bekämpfen. Aus Birkenrinde, Weihrauch und Opiaten biochemisch erzeugt oder in Gewebshormonen, Immunproteinen und Botenstoffen pharmazeutisch als Waschstumsbremse entdeckt. Diese Erfolge zur Schmerzabwehr sind möglich, weil der Organismus bis hinauf zu den Genen traditionell als " biochemische Maschine " in seine Bestandteile zerlegt, von fremden Erregern befreit und ein Schaden getrennt von privaten Innenwelten repariert werden kann.

Im chronischen Verlauf
wo mehr der Umgang mit dem Schmerzgefühl  eine unerträgliche Rolle spielt, sind andere Strategien notwendig. Gegen hocherregte Abwehrmechanismen ist kein Kraut gewachsen. Echte oder vermeintliche Reizflut im ständigen Austausch mit der Umwelt prägt von klein auf unser Abwehrverhalten. Mit Umwelt ist nicht die tote Materie gemeint, die überall in Sichtweite herumliegt, sondern der eindrucksvolle Erlebnisraum  zwischen erregter Gesellschaft da draußen und gehemmten Gewebe hier drinnen, mit dem wir es selbst, hier und jetzt zu tun haben.

Dazwischen
bringt der osteopathisch geschulte Arzt sich selbst mit ein und sucht feinfühlig weiter nach " myofascialen Dysfunktionen  ". Das sind diese schwer vermittelbaren Spannungsstörungen in äußeren Hüllen und tiefen Schichten, welche episodisch  in Krisen entstehen. Dort, wo die Fäden zusammenlaufen und empfindliche Reize summiert übertragen werden, durch absteigende Impulse schreckhaft wie in ein Muster entweichen, unschuldige Gelenke aus der Position ziehen, das Hormonorchester verstimmen, die Schmerzbremse lösen, feinste Blutrouten drosseln, Muskeln in Beugehaft nehmen, das Fließgleichgewicht hemmen, den Bewegungsstau fördern, bindegewebig durchsickern, nach und nach entzündlich verkleben, fibrös versteifen, unsicher auf sich selbst zurückwirken, nachhaltig auf die Stimmung drücken und dabei heimlich spotten über die Illusion, man müsse immer irgendetwas tun.

 

 

Dichter dran, 
bleibt der ärztliche Tastsinn das aufmerksamste Diagnosemittel, um sich ein schlüssiges Bild von der Bewegungshemmung im Bindegewebsgerüst zu machen, das Risiko von Fehleinschätzungen zu mindern und rechtzeitig positiv rückkoppelnd einzugreifen. Seine Empfindlichkeit und Energie verfeinert sich durch stetigen Gebrauch.
Schmerz ist ein unangenehmes Gefühl und entsteht ausnahmslos durch das Reiztheater im Gehirn. Es hat aber noch jemand gesehen, wie ein materiell-energetischer Reiz als Botenstoff verkleidet in das Seelenleben springt und von dort wieder zurückhüpft. Um zu merken, wie es ist, ein Gehirn zu sein, muss man horchen. Horchen ist eine anstrengende Arbeit, egal wie lange sie dauert. 
Angedockt an die Erfahrung eines ganzen Beruflebens ist der osteopathische Zugang weder Geschäftsidee noch Allheilmittel oder gar alternativer Blick zurück zum Leben der Wilden. Im Gegenteil: der synchrone Griff wirkt nachhaltig und quer durch die moderne Medizin. Wie Chirurgie ohne Messer und Beihilfe zur Selbstfürsorge zugleich. Die Zellen mögen nämlich keinen Kampf, sie möchten überredet werden.

Keinesfalls kann man behaupten, das verspannte Gewebe mit seinen Fehlfunktionen sei die alleinige Reizquelle der Beschwerden. Und deren Korrektur die einzig erforderliche Behandlung. Das wäre unlauter, denn ein Tunnelblick macht noch keinen Spezialisten. Die medizinische Technik kann vortrefflich verdeckte Schäden erkennen und gereizte Gelenke retten. Jedoch gelten schmerzhafte Spannungsstörungen als Vorboten für das Entzündungsaltern der Gelenke, die häufig vernachlässigt werden.  Man sollte wählen können.

 

Jeder Patient
ist gern willkommen. Allerdings hat die Natur keine Preisschildchen an ihren Leistungen. Ihr Wert ist unschätzbar, aber sicher nicht gering. Deshalb werden die Behandlungen ausschließlich privat, d.h. entsprechend der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ ) berechnet. Die privaten Versicherer übernehmen nahezu alle,  gesetzliche Kassen oft einen Teil der Kosten, weil alle Eingriffe fachärztlich sind, sich nicht an Glaubenssätze, sondern an aktuelle Grundlagen der Immunologie, Schmerz- und Gehirnforschung orientieren. Und mit dem Verständnis der Phänomene des Lebens den Hochschul-Medizinischen Sektor nicht verlassen.
 

                                                        

 

 

Eine genaue Terminplanung ist notwendig und besprechen Sie am besten mit Frau
 

 Katharina Freitag

Tel         040 - 422 77 25
email     ruhigepraxis@t-online.de      
 

Hagedornstr. 6
20149 Hamburg

 

 

 

 

Vormittags :              Montag bis Freitag 
                                          8.00 bis 12.30

Nachmittags:     Montag, Dienstag, Donnerstag
                                        14.30 bis 17.30   

 

 

Anfahrt:

Parkplätze vor dem Haus sind eigentlich immer frei.
Allerdings wirkt sich ein Spaziergang zum 

Bus 19   Harvestehuder Weg
U 1           Klosterstern  
U 3           Eppendorfer Baum

sehr günstig auf die Behandlung aus.

  

 

Mitgliedschaften:

Ärztekammer Hamburg (aerztekammer-hamburg.de)
Deutsch-Amerikanische Akademie f. Osteopathie (DAAO.info)
European Register f. Osteopathic Physicans (erop.org)
Hamburger Sportärztebund  (hamburger-sportaerztebund.de)
MWE Deutsche Gesellschaft f. Manuelle Medizin DGMM-MWE  (manuelle-mwe.de)